Arbeiten im Alter: AgeMan® im Einsatz bei AL-KO KOBER, Vintl

Arbeiten im Alter: Die Mitarbeiter von Al-Ko Kober testen, wie es älteren Arbeitnehmern gehen kann

Wie kann Arbeiten im Alter sein?

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es älteren Mitarbeitern geht, hat jetzt Gelegenheit dazu. Ein sogenannter Alterssimulationsanzug lässt einen plötzlich um Jahre altern und soll auf die Schwierigkeiten betagter Personen im Alltag aufmerksam machen. Ein Unternehmen in Vintl, am Eingang des Bustertals, hat die Mitarbeiter vorab schon mal ins Rentenalter versetzt. Für drei Tage testen die Mitarbeiter des Bustertaler Betriebes Al-Ko Kober den bleischweren Anzug.

Das ausgefallene Experiment des Unternehmens hat einen präzisen Grund, den Physiotherapeut Marcel Fischer erläutert. Man versuche, für die Einschränkung im Alter zu sensibilisieren. “Es geht um den demografischen Wandel, die Rente mit 65 oder eben 67, also die älter werdende Belegschaft, die zunehmend in den Betrieben da sein wird. Wir haben heute schon in den Betrieben einen Anteil von Beschäftigten die über 50 sind, also die Generation 50 plus, der bei über 50 Prozent schon liegt.” Erbarmungslos erfahren die Beschäftigten, welche Einschränkungen sie beim Arbeiten im Alter erwarten können.

Wie ein Raumfahrer mit verschwommener Sicht kämpft sich Alain Weissteiner an seinen Arbeitsplatz durch. Der 30-Jährige steckt als Erster in dem Alterssimulationsanzug AgeMan. Seine Gelenke sind steif, die Sinne eingeschränkt. Der Anzug macht ihn zu einem älteren Arbeitnehmer. Sein Fazit: Wenn man den Anzug selbst getragen hat, bekommt man ein effektives Gefühl dafür, wie es im Alter sein kann. Die Gelenke und Knie sind versteift und die Muskelkraft lässt deutlich nach.

Es beginnt in den Gelenken, Kniegelenke, Ellbogen- und Schultergelenke “, erklärt Marcel Fischer. Im Anzug sind Gewichte, eine Gewichtsweste und Bandagen integriert, diese simulieren die Bewegungseinschränkungen.

Der 33-Jährige Harald Volgger ist der Nächste, der im Simulationsanzug das Arbeiten im Alter erprobt. Während er sich zu Beginn noch recht zuversichtlich gibt, machen ihm die einzelnen Anzugteile mit einem Gesamtgewicht von rund 20 kg schon bald schwer zu schaffen. Mit veränderter Sichtweise, vermindertem Hörvermögen und starren Gelenken kehrt er zu seinem Arbeitsplatz zurück. Und der Anzug zeigt auch bei ihm seine Wirkung. Erstaunt stellt Volgger fest, dass er die doppelte Zeit benötigt wie zuvor. Völlig erschöpft und um eine Erfahrung reicher, ist der 33-Jährige nun erleichtert, den Anzug endlich wieder ablegen zu können. Es war eine Vorahnung auf den Alltag eines älteren Arbeitnehmers, und alle hoffen, dass es so nicht zutreffen muss.

Grundlage dieses Textes ist der Ton des Videos.


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Erfinder des Alterssimulationsanzuges AgeMan