Tremor

Tremor (Zittern) ist eine unwillkürliche Bewegung eines Körperteils. Der betroffene Körperteil führt dabei Bewegungen aus, die sich rhythmisch wiederholen. Am häufigsten tritt der Tremor an Händen und Armen auf. Tremor kann in jedem Alter auftreten, jedoch mit deutlicher Häufung im höheren Alter.  Man schätzt, dass 10 % bis 15 % der über 70jährigen an Tremor leiden.

Wenn man von Tremor spricht, unterscheidet man:

Aktionstremor

1. Haltetremor
Der Haltetremor tritt dann auf, wenn der Betroffene Kraft braucht,
um Finger, Arm oder Bein in Position zu halten.
Ein Beispiel dafür ist das Zittern, wenn der Patient versucht, ein Glas Wasser zu halten.

2. Bewegungstremor
Typisch für den Bewegungstremor ist, dass er bei bestimmten Bewegungsabläufen auftritt, z.B. beim Schreiben oder Klavierspielen.

3. Intentionstremor
Von Intentionstremor spricht man, wenn eine Person verstärkt zittert, wenn das Ziel einer bestimmten Bewegung erreicht oder
„in greifbarer Nähe“ ist. 
Beispiel: Man versucht, einen Schlüssel in ein Schloss zu führen und kurz bevor der Schlüssel das Schlüsselloch erreicht, beginnt die Person stark zu zittern.

Ruhetremor

Der Ruhetremor tritt dann auf, wenn die Muskulatur vollkommen entspannt ist, z.B. wenn die Hand auf einem Tisch liegt. Schon, wenn sich der Betroffene auf eine bevorstehende Aufgabe konzentrieren will, kann sich der Tremor verstärken.
Ein Ruhetremor ist typisch bei Parkinson.

Ursachen des Tremors

Nach seinen Ursachen lassen sich drei grosse Gruppen unterscheiden:
Verstärkter physiologischer Tremor
Essentieller Tremor
Parkinson-Tremor

1 Verstärkter physiologischer Tremor

Jeder Körperteil hat Schwingungen, die als physiologischer Tremor bezeichnet werden. Dieses Zittern ist völlig normal und meistens nicht oder kaum sichtbar. Der verstärkte physiologische Tremor ist meist sichtbar und störend. Jeder Mensch kennt
z.B. das Zittern der Hände. Dafür kann es viele Ursachen geben: Angst,  Aufregung, ein Zuviel an Kaffee oder Energy Drinks usw.
Andere Ursachen für verstärkt physiologischen Tremor können sein: Erschöpfung, Stress, Kälte, Unterzuckerung oder andere Stoffwechselstörungen. Verstärkt physiologische Tremor kann auch auftreten als Nebenwirkung von Medikamenten
(z.B.  Antidepressiva, Lithium und Kortikosteroide) oder beim Entzug von Alkohol oder illegalen Drogen.
Typisch beim verstärkten physiologischen Tremor ist eine hohe Frequenz der Zitterbewegungen mit mehr als sechs Ausschlägen pro Sekunde (> 6 hz).

2 Essentieller Tremor

Der Essentielle Tremor ist eine der häufigsten Bewegungsstörungen überhaupt. Er kann in jedem Alter auftreten und wird im Laufe der Jahre stärker. Eine familiäre Veranlagung ist bekannt.
Die Ursachen des essentiellen Tremors sind noch nicht geklärt. Die bisherigen Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein Nerven-Regelkreis zwischen Kleinhirn, Hirnstamm und Mittelhirn gestört sein könnte. Einen Hinweis auf das Kleinhirn als Steuerzentrum des Tremors liefert auch die Beobachtung, dass allein schon die Bewegungsabsicht den Tremor auslöst.
Der essentielle Tremor tritt meistens auf als Halte- und Bewegungstremor mit einer Frequenz von 5-8 Hz.
Die Abgrenzung zu einem verstärkt physiologischen Tremor oder einem Parkinson-Tremor ist mitunter schwierig.

3 Parkinson-Tremor

Der Parkinson-Tremor ist ein Symptom der Parkinson’schen Krankheit.
Das typische Zittern beim Parkinson-Patienten ist ein Ruhetremor (4 – 7 Hz). Manchmal kann auch ein Haltetremor dazukommen. Ein Bewegungstremor ist dagegen eher selten. Das Zittern betrifft vor allem Füße und Hände. Manchmal erfasst der Tremor bei Parkinson-Patienten aber auch Kopf, Kiefer und Zunge.
Ursache für den Tremor: Bei der Parkinson Krankheit gehen Nervenbahnen im Mittelhirn, der sogenannten Substantia Nigra, zugrunde. Dies führt u.a. zu dem für Parkinson-Patienten typischen Zittern.

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    Substantia Nigra

    In der Substantia Nigra im Mittelhirn wird der Neurotransmitter Dopamin produziert. Als Nebenprodukt entsteht Melanin, ein dunkles Pigment. Daher die dunkle Farbe dieses Gehirnbereichs, der zur Namensgebung „Nigra“ führte (nigrum = lat. schwarz).
    Bei Morbus Parkinson sterben diese Nervenzellen. Es wird weniger Dopamin und Melanin produziert. Als Folge wird die Substantia Nigra heller. Der Zellverlust ist auch die Ursache für das typische Parkinson Zittern.